Tourvorschlag
(Besondere Wünsche der Teilnehmer können berücksichtigt werden!)
Tag 01:
Ankunft in Delhi kurz nach Mitternacht oder frühmorgens.
Unsere Repräsentanten geleiten Sie zum Hotel Indraprashta.
Freier Tag, am Nachmittag zum Reisebus von Himachal Tourism nach Manali.
Tag 02:
Ankunft in Manali. Freier Nachmittag.
Besuch der Bazare, des alten Tempels der Talgöttin Hidimba im Zederhain von
Dhungri und des tibetischen Klosters.
Übernachtung im Hotel.
Tag 03:
Freier Tag in Manali (1900m), Akklimatisierung
- Möglich sind Ausflüge in das traditionelle Alt-Manali, zu den heißen Quellen
von Vashisht, zu den alten Tempeln von Jagatsukh und zum alten Königspalast
von Naggar.
Übernachtung im Hotel in Manali.
Tag 04:
Busfahrt nach Keylong über den Rohtang Pass, der die Wetterscheide
vom grünen Monsunland des Kullu Valley zur schon tibetisch-trockenen Landschaft
Lahouls bildet. Eindrucksvolle Blicke auf die Eisgipfel der Chandrabhaga Range.
Keylong (3150m) ist die Hauptstadt Lahouls und liegt inmitten fruchtbarer
Kartoffel- und Gerstenfelder, die durch künstlich bewässert sind.
Freier Nachmittag, Übernachtung im Hotel.
Tag 05:
Kurzer Trek zum Dorf und Kloster Kardang auf der anderen Seite des Flusses Bhaga.
Kardang Gompa wurde im 19.Jhdt. gegründet und gehört (wie Bardan in Zanskar)
zum Lho Dhukpa-Orden des Buddhismus, der seinen Stammsitz in Bhutan hat.
Übernachtung im Hotel.
Tag 06:
Freier Vormittag in Keylong, evtl. Besuch des alten Klosters Shashur hoch über
Keylong. Am frühen Nachmittag Fahrt nach Jispa mit lokalem Bus.
In Jispa fand 1994 die Kalachakra-Zeremonie des Dalai Lama statt.
Übernachtung in Zelten bei der Außenstation des Western Himalaya Mountaineering
Institute (3300m).
Tag 07:
Unser Trek beginnt. Von Jispa über Darcha nach Palamo (ca. 6 Std.)
Unser Weg führt erst eine Stunde flach nach Darcha Sumdo, am Zusammenfluss von
Bartsi Nalla, Bhaga River und Milang Nalla gelegen. Im Süden grüßt Mulkila (6517m),
der höchste Gipfel Lahouls. Im Tal des Bartsi Nalla aufwärts, auf schmalem Steg über
eine beeindruckende Felsschlucht und zum Camp auf einer grünen Wiese (3670m).
Übernachtung in Zelten.
Tag 08:
Von Palamo nach Zanskar Sumdo (4-5 Std.)
Weiter aufwärts durch das weite Tal, das immer trockener wird. Ein wenig Auf und Ab,
viele Felsen und die Durchquerung eines Gebirgsbaches bringen uns ins Camp in
3920m Höhe.
- Möglichkeit für Trittsichere und Konditionsstarke, am Nachmittag einen 4465m hohen
Felsgipfel über dem Ostufer des Bartsi Nalla zu besteigen, 2 Std. Aufstieg, hervorragende
Aussicht auf Felsgipfel und Gletscher, Tiefblick auf Zanskar Sumdo.
Übernachtung im Camp.
Tag 09:
Von Zanskar Sumdo nach Chumik Nakpo (5-7 Std.)
Die Route führt ostwärts, zuerst steil aufwärts, aus dem Haupttal heraus und
dann stetig über steinige Passagen und Wiesenflecke zwischen steilen Hängen
und Eisgipfeln zum Camp Chumik Nakpo ("Schwarzes Wasser") in 4510m
oder 4600m Höhe (zwei Zeltplätze möglich).
- Für einen besseren Schlaf auf dieser Höhe sollte man noch ein Stück durch die
Hänge ansteigen, was sich vor allem wegen der interessanten Vegetation lohnt
(u.a. Blüten von Aster flaccidus und Rhodiola). Ca. 300m über dem Camp hat
man einen Nahblick auf die formschöne Eispyramide des Ramjak Peak (6317m).
Tag 10:
Von Chumik Nakpo über den Shingo La nach Lakong (ca. 7 Std.)
Ein erlebnisreicher Tag für Menschen, die noch nie in solcher Höhe gewandert
sind. Wir steigen im Tal aufwärts, überqueren einen Gletscherbach und erreichen
die mit Steinzeichen und buddhistischen Gebetsfahnen markierte Passhöhe des
Shingo La (5096m), den höchsten Punkt des Treks, inmitten einer faszinierenden
Stein- und Eiswüste. Mit dem Shingo La überschreiten wir den Hauptkamm des
Himalaya. Über einen Gletscher, dann steil abwärts und flacher talauswärts über
erste Almwiesen zum Camp von Lakong (4470m).
- Wer sich stark genug fühlt, kann vom Shingo La unschwierig, aber wegen der Höhe
anstrengend im Osten den Schuttgipfel Shingo Ri (5550m) besteigen, der einen
grandiosen Rundblick über die Eisgipfel der Region bietet.
Tag 11:
Von Lakong nach Kargyak (ca. 5 Std.)
Ein langer, aber leichter und angenehmer Weg dieses wundervolle Tal abwärts, oft
durch Blütenteppiche, über einige Gletscherbäche, vorbei am Mount Gumbarajon,
der von Lakong durch seine buntschillernden Felswände, im Rückblick aber als
markantes Felshorn imponiert. In einem Felssturz reiche Vorkommen von Meconopsis,
der blauen Blume des Himalaya. Kargyakh, das erste Dorf Zanksars, wird durch
eine Reihe buddhistischer Tschörten angekündigt.
Übernachtung im Camp am Lungnak Chhu unterhalb von Kargyak (4070 m).
Tag 12:
Von Kargyak nach Zamthang (ca. 8 Std.)
Im Tal des Lungnak Chhu wandern wir abwärts, aber es gibt einiges Auf und Ab.
Wir befinden uns jetzt in der buddistisch geprägten Region Zanskars mit altertümlichen
Ansiedlungen. Auf dem Trek wechseln raue Abschnitte mit den grünen Gerstenfeldern,
blühenden Feldrainen und weißgetünchten Lehmhäusern der Dörfer Tabley, Tangzey,
Kuru, Testa und Yal. Immer wieder passieren wir (immer auf der linken Seite, wie
es der Glauben gebietet), Reihen von Tschörten und langen Mani-Mauern.
Vielleicht werden wir in eines der traditionellen Häuser auf ein Glas Chang, das
selbstgebraute Gerstenbier, eingeladen. Mit der nötigen Offenheit einer der
erlebnisreichsten Tage der Reise!
Camp auf einer Wiese in 3840m.
Tag 13:
Tagesausflug von Zamthang nach Phuktal Gompa (5-6 Std.)
An diesem freien Tag können Sie das berühmte Kloster Phuktal besuchen, das
in eine Felswand unter einer Höhle in 3870m Höhe hoch über dem Fluss Tsarap
gebaut ist. Hinweg auf gut ausgebautem Weg über die Oase Purney und durch eine
enge Felsschlucht, zurück auf demselben Weg oder über einen exponierten Hangweg
und das Dorf Cha direkt nach Zamthang. Nicht nur, wenn wir die Möglichkeit haben,
an einer Puja (buddhistischer Gottesdienst) teilzunehmen, wird dieser Besuch der
Gompa zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Übernachtung im Camp in Zamthang.
Tag 14:
Von Zamthang nach Bipul (4-5 Std.)
Ein scheinbar leichter Weg abwärts im Tal des Tsarap River, aber es gibt, wenn
sich das Tal schluchtartig verengt, einiges Auf und Ab.
Camp in 3700 Metern am Fluss.
Tag 15:
Von Bipul nach Raru (4-5 Std.) oder Mune
Ein halbstündiger steiler Anstieg (nur 150 Höhenmeter, die aber mehr erscheinen)
wird belohnt durch ein Camp an einem wunderschönen See (3800m).
In Raru wurde zu Beginn der 90er Jahre durch eíne deutsche Hilfsorganisation
eine Schule eingerichtet. - Ein Camp beim Kloster Mune könnte den nächsten
Tag verkürzen.
Tag 16:
Von Raru nach Padum (6-7 Std.)
Auf halbem Wege passieren wir die restaurierte Bardan Gompa, die wie eine Festung
über dem Tsarap thront. Wunderschöne alte Tempelräume und der berühmte
mumifizierte Hund lohnen einen Besuch.
Padum (3580m) ist die Hauptstadt Zanskars, mit Läden und Restaurants. Die Bevölkerung
ist nicht nur buddhistisch, sondern auch moslemisch, wovon die neue Moschee zeugt.
Übernachtung im Camp.
Tag 17:
Von Padum nach Karsha (ca. 4 Std.)
Zunächst geht es über eine staubige Ebene, in Richtung des Doda River. Nach
der Überquerung einer Hängebrücke beginnt der Aufstieg nach Karsha, dessen
wunderbares 500 Jahre altes buddhistisches Kloster, das größte und aktivste in
Zanskar, schon von Weitem im steilen Felshang sichtbar ist. In Karsha gibt es
auch ein bedeutendes Nonnenkloster.
Übernachtung im Camp (3600 m)
Tag 18:
Von Karsha nach Pishu (ca. 5 Std.)
Heute wandern wir auf einem leichten, ebenen Weg über dem Ufer des Zanskar
River. Kurz vor unserer Ankunft in Pishu (3500 m) werden Sie einen Blick auf
die längste Hängebrücke in Zanskar werfen können. Als Nachmittagsausflug können
wir darüber einen Ausflug zum alten Königssitz Zangla unternehmen.
Übernachtung im Camp.
Tag 19:
Von Pishu nach Hanumil (ca. 6 Std.)
Weiter über Hochebenen und im Auf und Ab, wenn Gletscherbäche einmünden,
entlang dem linken Ufer des Zanskar River zum letzten Dorf im Tal.
Übernachtung im Camp.
Tag 20:
Von Hanumil nach Snertse (ca. 7 Std.)
Zunächst haben wir eine Stunde leichten Weg am Flussufer, bevor wir den
steilen Anstieg zum Pass Parfi La auf 3950 Meter angehen. Vor uns verschwindet
der Zanskar River in steilen, braungrauen Schluchten.
Nach dem Pass geht es steil bergab zur Brücke über den Fluss Oma Chhu.
Wieder steil aufwärts, Camp bei den Schafzüchtern von Snertse (3800 m).
Tag 21:
Von Snertse nach Lingshed über den Hanuma La (8-9 Std.)
Heute ist ein herausfordernder Tag: Wir werden über 1000 Meter zum Hanuma La
(4877 m) aufsteigen. Faszinierender Tiefblick auf den Kessel von Lingshed und
buntschillernde Felsformationen gegenüber. Es ist kaum zu glauben, dass sich hier
Menschen haben ansiedeln können! Nach dem steilen Abstieg vom Pass führt uns
ein langer Talweg zu den grünen Gerstenfeldern, weißen Lehmhäusern und zur
Gompa von Lingshed (3800m). Vielleicht kommen wir noch zurecht zur Abendpuja.
Das Gelbmützenkloster Lingshed ist mit Phuktal Gompa verbunden.
Unser Camp schlagen wir in der Nähe des Klosters auf.
Tag 22:
Von Lingshed zum Lager am Fuße des Sengge La (7 Std.)
Wir beginnen unseren Aufstieg zum Sengge La Pass (5060 m). Hinauf durch
spektakuläre Landschaft zu einem ersten kleinen Pass, dem Murgum La (4100m),
wieder abwärts und in einem steilen Zickzackaufstieg hoch zum Kiupa La (4400 m).
Auf einem Panoramaweg über Yakweiden fast eben weit hinüber zum Camp am
Fuße des Sengge La (4400m).
Tag 23:
Über den Sengge La und den Bumiktse La nach Photoksar (7-8 Std.)
Nach zwei Stunden harten Aufstiegs stehen wir auf der Höhe der "Löwenpasses"
Sengge La (5060m). Kleiner Abstieg zu den weiten Hochebenen von Marling,
vielleicht begegnen uns hier große, rotbraune Murmeltiere. Der zweite Pass des
Tages, Bumiktse La (4400m), bietet einen hervorragenden Rückblick auf den
Sengge La und den über ihm thronenden Fels-/Eisgipfel Sengge Le Stomba und
einen Vorausblick auf das Dorf Lingshed und die bunten Felsmauern oberhalb.
Wir werden hier sicher verweilen, bevor wir zum wunderschönen Dorf Photoksar
(4200m) hinabsteigen.
Unser Camp werden wir auf einer grünen Wiese am Fluss errichten.
Tag 24:
Von Photoksar über den Sirsir La nach Hanupatta (6-7 Std.)
Wir beginnen den langen Aufstieg zum Sirsir La (4800 m), auf dessen breiter
Passhöhe wieder Gebetsfahnen im Winde wehen. Für Trittsichere Möglichkeit zur
Besteigung eines 5250m hohen Felsgipfels mit phantastischem Rundblick.
Vom Pass steigen wir gemütlich zu einem Fluss hinab, weiter durch ein steiniges Tal
zu einer kleinen Wiese mit Wasser vor dem Dorf Hanupatta, wo wir unser Camp
aufschlagen (4000 m).
Tag 25:
Von Hanupatta nach Wanla (5 Std.)
Der Weg durch die Schlucht von Demdem Chhen mit ihren himmelhohen Felswänden
ist ein weiterer Höhepunkt des Treks. Groß ist der Kontrast, wenn wir das nächste
Dorf Phenjila mit seinen blühenden Gärten, Pappeln, Aprikosen- und Walnussbäumen
erreichen. Durch das offene Tal weiter abwärts nach Wanla mit Burgruine und
altem Kloster auf einem Felssporn hoch über dem Dorf.
Wir campen in 3500 m Höhe am Flussufer unter Aprikosenbäumen.
Tag 26:
Von Wanla über den Prinkiti La zum Lamayuru Kloster (ca. 4 Std.)
Wir folgen dem Weg am des Shillakong River aufwärts und biegen in eine öde,
trockene Schlucht ein, die uns zum "Eidechsenpass", Prinkiti La (3800m) führt.
Abwärts in den Talgrund und wieder hoch, durch Gerstenfelder, zum spektakulären
Kloster Lamayuru. Die Erkundung dieser phantastischen Gompa, die majestätisch
auf einem Felssockel thront, bildet das Ende des Treks.
Wir haben die Srinagar-Leh-Road erreicht. Auf dieser asphaltierten Straße fahren
wir hinab ins Industal und dort aufwärts nach Alchi.
Übernachtung in Zelten.
Tag 27:
In Alchi werden wir die Fresken, Statuen und Schnitzereien dieses aus dem 11.
Jahrhundert stammenden Komplexes bewundern. Künstler aus Kashmir schufen
hier einen Stil, der Motive, und Kunstformen unterschiedlicher Kulturen von Persien
bis Bengalen vereinigte. Das "Save Alchi Projekt" der Fachhochschule Köln bemüht
sich um die Erhaltung dieses einmaligen Kulturdenkmals, das vom Verfall bedroht ist.
Auch das stattliche Dorf Alchi lohnt einen Besuch.
Am Nachmittag Fahrt nach Leh ins Hotel.
Tag 28:
Ruhetag in Leh, der Hauptstadt Ladakhs.
Übernachtung im Hotel.
Tag 29/30:
Flug von Leh nach Delhi, je nach Abflugmöglichkeit Ruhetag mit Möglichkeit zu
Sightseeing in Leh oder in Delhi. Der Flughafen von Leh erfordert trainierte Piloten
und gute Wetterverhältnisse. Die spezialisierten Piloten der Indian Airlines schaffen
mit dem Airbus die kurze Wende im Industal mit Bravour, aber das Wetter muss
mitspielen (dieser Flug ist im Preis enthalten).
Dieser Flug ist ein faszinierendes Ereignis. An einem klaren Tag sehen sie die
erhabenen 6000er des Himalaya-Hauptkamms sich über die Wolkenlinie erheben.
Sie können den Weg des Treks nachvollziehen.
Übernachtung im Hotel in Leh bzw. Delhi.
Tag 30:
Ankunft in Delhi, Transfer zum Hotel Indraprashta, am Abend zum Flughafen
Ende der Fahrt.
[Überarbeitet von Ulrich Friebel]
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