Tag 01:
Ankunft am Flughafen, Transfer zum Hotel Inderprastha in New Delhi.
Am Abend Abfahrt nach Manali im Reisebus von "Himachal Tourism".
Diese Fahrt bringt Sie vom hektischen Stadtleben in Delhi nach Manali, einer
der schönsten Bergstationen im nördlichen Himalaya.
Tag 02:
Morgens Ankunft in Manali, Transfer zum Hotel
Freier Tag in Manali (1900m).
Besuch des Hidimba Devi-Tempels und des tibetischen Klosters.
Übernachtung im Hotel in Manali.
Tag 03:
Freier Tag in Manali.
Gelegenheit zum Besuch von Alt-Manali, der heißen Quellen von Vashisht, den alten
Tempeln von Jagatsukh - oder auch nur der Gassen, Bazare und Restaurants Manalis.
Am Abend ein Welcome-Dinner des Sunshine Adventures Team, Vorstellung der
Crew und Besprechung der Reiseroute.
Übernachtung im Hotel in Manali.
Tag 04:
Beginn des Treks.
Von Manali nach Chikka (3000m): Dieser Weg ist recht hart für den ersten Tag
und bringt Sie durch die Dörfer Prini, Hamta und Sethan zum Camp in der Wildnis.
Zuvor hilft die Crew beim Durchwaten eines Gebirgsbaches.
Übernachtung im Camp.
Tag 05:
Von Chikka nach Balu ka Ghera (3560m)
Ein leichter Trekkingtag in einer herrlichen Umgebung. Zuerst an einer Felswand
entlang, dann sanft aufwärts über die Almen von Joaré zum Camp Balu ka Ghera
am Schluss des Hochtals. Der ganze Abschnitt ist besonders berühmt für wilde Blumen,
u.a. kann man hier Meconopsis, den blauen Mohn des Himalaya finden.
Übernachtung im Camp.
Tag 06:
Von Balu ka Ghera nach Chatru (3360 Meter)
Der Tag bringt Sie über den ersten Pass der Tour, den Hamta Jot (4277m).
Dieser Pass bietet eine vorzügliche Aussicht auf die mächtigen Gipfel und Gletscher
des Deo Tibba (6001m) und Inderasan (6221m).
Vom Pass steigen wir hinab in ein Hochtal und auf schmalem Pfad im Fels auswärts zum
Haupttal des Flusses Chandra in Lahoul, das im Vergleich zum monsungrünen Tal vor
dem Hamta Jot schon recht karg und trocken wirkt und von Granitgipfeln umgeben ist.
Übernachtung im Camp nahe der Chandra-Brücke.
Tag 07:
Von Chatru über Chota Dara nach Batal (4000 km) 32 km.
Der Weg ist mehr oder weniger eben und führt am rechten Flussufer des Chandra
River entlang der Piste der "Staatsstraße" 30. Direkt im Regenschatten der Eisriesen
Papsura und Dharmsura ("White Sail", 6443m) ist die Landschaft trocken und wüstenhaft,
aber immer wieder blüht es zwischen den Steinen. Im großen Knie des Chandra
mündet, zwischen wilden Granitriesen und Hängegletschern, der Bara Shigri Glacier
ins Tal, der mächtigste Gletscher von Himachal.
Batal ist eine kleine Sommersiedlung an der Chandra-Brücke unterhalb des Kunzom La.
Camp in einem kleinen, grünen Seitental.
Tag 08:
Von Batal zum Chandertal (4270m)
Es gibt heute zwei Möglichkeiten: Eine leichtere im Tal direkt zum "Mondsee", eine
anstrengendere und längere über den Pass Kunzom La und auf dem Panoramaweg
abwärts zum See. Auf jeden Fall bewegen wir uns schon auf dem Gebiet Spitis, und
uns begleiten die Gipfel und Hängegletscher der 6000er der Chandrabhaga-Gruppe.
Auf dem Kunzom La (4551m) befindet sich ein Heiligtum der buddhistischen Göttin
Palden Lhamo, die auch von den Hindus als Schutzgottheit verehrt wird. Unvergesslich
ist der Blick von den flatternden Gebetsfahnen des Passes auf die Eisgipfel Lahouls im
Westen und die braungraue, unendliche Gipfelwelt Spitis im Osten.
Camp am Chandertal.
Tag 09:
Ruhetag am Chandertal
Chandertal (4270m) ist einer der schönsten Seen des Himalaya und ein
Höhepunkt für Trekker. Wörtlich übersetzt ist es der Mondsee ("Chandra"=Mond
oder Silber; "Tal"=See). Unvergleichlich sind die Spiegelungen des Mondes und
der umgebenden Gipfel auf seiner meist ruhigen Oberfläche. Die beiden Zeltplätze
sind von Edelweißteppichen umgeben.
Wer noch mehr Aussicht haben will, sollte einige hundert Höhenmeter im östlichen
Hang ansteigen. Es eröffnet sich der Blick auf das Gipfelmeer der Chandrabhaga
Range mit Mulkila (6517m) über dem Silberband des Sammuder Tapu-Gletschers.
Oder man ruht an den blumenbestandenen Ufern des Sees, oder man stattet den
Gaddis (Wanderhirten aus dem südlichen Hügelland) einen Besuch ab ...
Dieser Tag am Chandertal macht Sie frisch für den zweiten Teil der Tour, der
etwas schwerer wird.
Tag 10:
Von Chandertal nach Tokpo Yongma (4400m)
Ein recht langer Trekkingtag im Tal des Chandra River aufwärts, zuerst über eine
weite, tibetisch wirkende Hochebene, dann im enger werdenden Tal zu einem
Seitenfluss, dem Tokpo Yongma ("unterer Fluss").
Immer begleiten uns die Gletscher der Eisgipfel Lahouls, wir wandern aber in den
steinigen Hängen auf der Spiti-Seite, meist auf gutem Pfad.
Wenn wir Glück haben, können wir den Tokpo Yongma auf einer Schneebrücke
überqueren, sonst müssen wir ins kalte Wasser. Ein Seil bringt Sicherheit.
Camp auf einer Wiese.
Tag 11:
Von Topko Yongma nach Topko Gongma (4640m)
Der Abschnitt ist relativ kürzer und führt über Wiesen und Weiden und felsige
Abschnitte. Der Tag bringt aber eine abenteuerliche Flussüberquerung, und so müssen
wir früh aufbrechen, denn nach dem Mittag steigt der Wasserpegel von der Schnee-
schmelze an.
Diese Überquerung des "oberen Flusses" ist nicht ganz ungefährlich und von daher
eines der Highlights des ganzen Treks. Wenn die Crew ein Seil quer über den Fluss
gespannt hat, dürfte es sicher sein, das nördliche Ufer zu erreichen.
Camp auf einer Wiese nicht weit hinter der Flussquerung.
Tag 12:
Von Topko Gongma auf den Baralacha La (4891m)
Recht kurze Tagestour auf den dritten Pass der Reise, aber dabei sind zwei
Gebirgsbäche zu queren: Der erste ist Quellfluss des Chandra, der zweite
Quellfluss des Zanskar River, der in den Indus fließt.
Vorher grüßen im Westen die Eisgipfel der Koa Rong-Gruppe mit dem
mächtigen Koa Rong-Gletscher.
"Baralacha La" bedeutet "Pass mit Wegekreuzung auf großer Höhe", und hier
erreichen wir nicht nur den höchsten Punkt des Treks, sondern treffen auch
auf den Manali-Leh Highway, bevor er sich hinunter nach Ladakh windet.
Camp auf der Hochebene des Passes.
Tag 13:
Halt auf dem Baralacha La, um die Gegend zu erkunden, die berühmt ist für Blüten-
teppiche zwischen kargen Steinen, tausende Edelweiß und wunderschöne Schmetterlinge.
Der Pass ist eine Hochebene von 6km Länge und 2km Breite.
Über dem Pass sind über Schutt und Schnee einige 5000er mit hervorragender
Aussicht unschwierig, aber wegen der Höhe doch anstrengend zu besteigen.
Vom P.5640m, einem Gratgipfel im Osten, geht z.B. der Blick über alle Gipfel der
Koa Rong- und Chandrabhaga-Gruppe über den Kunzom La bis zur Barashigri-
Gruppe. Im Norden und Osten wirken die unendlichen braungrauen Gipfelketten
Zanskars, Ladakhs und Spitis als großer Kontrast.
Tag 14:
Vom Baralacha La nach Zingzingbar (4280m)
Vorbei am "Sonnensee" Surajtal, wo der Fluss Bhaga entspringt, über Abkürzungen
am Fluss Bhaga hinab nach Lahoul. Der "Sonnenprinz" Bhaga entspringt ganz in der
Nähe der "Mondprinzessin" Chandra, sie fließen aber in ganz unterschiedliche Richtungen,
bevor sie sich bei Tandi zum großen Chandrabhaga River vereinen, der in Pakistan
als "Chenab" einer der fünf großen Ströme des Punjab ist.
Camp auf einer Wiese.
Tag 15:
Von Zingzingbar nach Darcha (3350m)
Weiter geht es am Bhaga, z.T. auf dem Highway, aber auch mit Abkürzungen abwärts.
In Darcha Sumdo erreichen wir das erste Dorf Lahouls, die erste Dauersiedlung nach
11 Tagen Trek. Erbsenfelder kündigen das Dorf schon an.
Darcha ist ein wichtiger Treffpunkt für Treks im westlichen Himalaya. Nach Norden
führt die Route über den Shingo La (5096m) nach Zanskar und weiter nach Ladakh.
Ein letztes Camp, in der Nähe der Brücke über den Bartsi Nalla.
Tag 16:
Von Darcha nach Manali (1900m)
Von Darcha fährt früh morgens der Bus über Keylong, die Hauptstadt Lahouls,
und den 3900m hohen Rohtang Pass wieder zurück in die monsungrüne Welt des
Kullu Valley in die Touristenmetropole Manali - und damit in die Zivilisation.
Übernachtung im Hotel.
Tag 17:
Ruhetag in Manali
Zeit für einen Besuch der Bazare, des Hidimba Devi-Tempels, um der Talgöttin
für den gelungenen Trek zu danken, des tibetischenb Klosters, um vielleicht eine
Puja, einen buddhistischen Gottesdienst mitzuerleben, oder des Dorfes Vashisht
mit seinen heißen Quellen zur Entspannung ...
Übernachtung im Hotel.
Tag 18:
Von Manali nach Delhi:
Bis nach dem Mittag zur freien Verfügung in Manali.
Am Nachmittag zum Nachtbus (Reisebus mit Pushback-Sitzen) nach Delhi.
Tag 19:
Ankunft in Delhi, Transfer zum Hotel Indraprashta.
Stadtbesichtigung Delhi.
Abends Transfer zum Indira Gandhi International Airport.
Optionen / Änderungsmöglichkeiten (gegen Aufpreis):
- Verlängerung des Trekkings am Baralacha La um zwei bis drei Tage, um in Begleitung eines erfahrenen Bergführers einen Eisgipfel in 6000er-Nähe zu besteigen.
- Fortsetzung des Treks vom Baralacha La über den Phirtse La (5450m) nach Zanskar, zum berühmten Felsenkloster Phuktal und zurück über den Shingo La (5096m) nach Darcha: Eine großzügige Erweiterung durch eine wilde Landschaft in eine andere Kultur, je nach Planung etwa 10 Tage mehr.
- Verlängerung des Aufenthalts in Manali um zwei Tage, um die Kultur des Kullu Valley intensiver kennen zu lernen (lohnt sich besonders im September).
- Besuch von Agra mit dem Taj Mahal (ein Tag).
[Überarbeitung Ulrich Friebel 4.4.2001]